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SPD Pößneck

OTZ-Interview der Spitzenkandidaten

10 Fragen an Marc Roßner

1.) Wie bewerten Sie die Zeit seit der friedlichen Revolution in der DDR und der Wiedervereinigung?

Die Nachwendezeit ist aus unserer Sicht eine Erfolgsgeschichte, an der auch wir maßgeblichen Anteil haben. Denn nicht nur in Pößneck ist die SPD vor allem aus den Menschen hervorgegangen, die seinerzeit ihre Freiheit riskierten, um allen die Freiheit zu ermöglichen. Als einzige aktuell zur Wahl stehende Partei ist die der Sozialdemokraten ein Kind der Wendezeit.

2.) Wie lautet Ihre Strategie zur weiteren Altstadtsanierung?

Wenn in Pößneck Straßenbaumaßnahmen anstehen, herrschen in regelmäßigen Abständen chaotische Verhältnisse. Hier wird besonders deutlich, dass unsere Stadt kein schlüssiges Konzept besitzt, wenn es darum geht, wie der Verkehrsfluss optimal erfolgen kann. Gleiches gilt für das Parken. In beiden Fällen wollen wir zügig Abhilfe schaffen. Konkret wollen wir die Idee des Stadtteilbüros aus dem Stadtsanierungsgespräch rasch zur Umsetzung bringen.

3.) Wie lautet Ihre Strategie zur weiteren Stärkung des Wirtschaftsstandortes Pößneck?

Die bestehenden Unternehmen sind unsere Wachstumskerne. Hier gilt es, rechtzeitig Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern. Dazu werden entsprechende Bauleitplanungen genauso notwendig wie die Sicherung qualifizierten Personals. Trotzdem muss die Stadt auch weiterhin versuchen, sich als attraktiver Standort für Neuinvestoren zu präsentieren. Hier werden wird darauf drängen, dass dies im Rahmen der Wirtschaftsförderung stärker regional erfolgt. Dazu sollten die Möglichkeiten der Orlasenke genauso genutzt werden wie die Zusammenarbeit mit dem Landkreis.

4.) Was werden Sie konkret unternehmen, um die Frage einer Ortsumgehung schneller im Sinne einer möglichst großen Anzahl von Bürgern zu lösen?

Die schlechteste Lösung wäre gar keine Umgehung, hier dürfen wir unserer Verantwortung nicht ausweichen. Nicht wer am lautesten schreit, hat die besten Argumente, denn wer es allen Recht machen will, schafft gar nichts. Nach Vorlage des neuen Planungsstandes im Herbst muss eine zügige und offene Diskussion mit den Bürgern erfolgen. Hier kann ein Einzelner wenig erreichen, aber viel zerstören. Aus heutiger Sicht scheint an einer Lösung mit Tunnelelementen wenig vorbeizuführen.

5.) Pößneck fällt zunehmend durch Kulturveranstaltungen positiv auf. Nennen Sie konkret, wie Sie diesen Trend unterstützen werden.

Pößneck ist beinahe die einzige Kommune in unserer Gegend, in der keine Jubiläen gefeiert werden. Hier wollen wir die Tuchmachertradition wiederbeleben und wieder regelmäßig städtische Jahrestage begehen. Im Sinne der Nachnutzung des Landesgartenschaugeländes im Lutschgen planen wir für den Sommer eine Veranstaltungsreihe mit Freilicht-Kino. Um das neue Pößnecker Image weiter zu festigen, mit werden wir Bewerbungen für überregionale Veranstaltungen wie etwa für den Thüringentag vorantreiben.

6.) Welche konkrete Verbesserung im Bereich Soziales werden Sie durchsetzen?

Wir wollen die schrittweise Einführung eines kostenlosen letzten Kindergartenjahres und einer kostenlosen Mittagsverpflegung in unseren Kindertagesstätten, denn: Auf den Anfang kommt es an. Wir wollen die Rolle der Stadt als Auftraggeber nutzen, um beispielhaft zu zeigen, dass gute Arbeit auch angemessen bezahlt werden muss. Hierbei werden wir mit dem DGB für eine Mindestlohnregelung eintreten.

7.) Was werden Sie konkret zur Lösung des Schützenhaus- Problems unternehmen?

Gegenüber den Neonazis muss es bei der Null-Toleranz-Strategie bleiben. Es gilt, den erfolgreichen Weg des Lokalen Aktionsplanes auch nach dem Auslaufen der Förderung zu verstetigen. Bei der Prävention durch Jugendarbeit gibt es sicherlich noch Verbesserungsmöglichkeiten. Wir arbeiten an einem Projekt rund um den Bolzplatz in Pößneck-Ost. Es ist zudem unumgänglich, als Stadt die Verfügungsgewalt über das Schützenhaus zu erlangen. Langfristig muss dieses Haus, das durch den wehrhaften Bürgersinn entstanden ist, den Bürgern der Stadt Pößneck zurückgegeben werden.

8.) Welche Initiative im Sinne einer Gemeindegebietsreform zur Vergrößerung Pößnecks werden Sie ergreifen?

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet“, gilt nicht nur im Kleinen. Nichts fördert ein Zusammegehen mehr als gemeinsame Erfolge. Der im Aufbau befindliche Naturerlebnispark Brandenstein ist ein ideales Projekt, von dem alle Anlieger − Krölpa, Ranis, Pößneck − nur profitieren können. Je mehr die Beteiligten erleben, dass aus solcher Zusammenarbeit Vorteile für alle erwachsen, umso eher verlieren verständliche Verlustängste an Bedeutung.

9.) Der Machtkampf in der SPD um die Kandidatur im Landtagswahlkreis 34 hat die hiesige SPD in den Augen vieler Leute entzaubert. Ist der Generationswechsel nun vollzogen oder ist mit weiteren von Eitelkeiten geprägten Debatten zu rechnen?

Ich glaube nicht, dass wir in den Augen der Leute bisher verzaubert waren. Kandidaturen sind etwas durch und durch Irdisches und haben immer persönliches Konfliktpotenzial. Das gibt es nicht nur bei uns, sondern galt auch für die PDS und Frau Truschzinski oder die CDU und Herrn Roolant. Generationskonflikte gibt es überall. Entscheidend ist das Ergebnis: Wir sind heute wesentlich jünger, dynamischer und zahlenmäßig fast doppelt so stark wie zuvor. Streitbar werden wir auch in Zukunft bleiben.

10.) Zusammengefasst in einem Satz: Warum sollte man Sie am 7. Juni wählen?

Die Sozialdemokraten haben als einzige Liste Personalvorschläge, die das gesamte Altersspektrum der Stadt angemessen repräsentieren, und ein Wahlprogramm, das Tradition und Zukunftsfähigkeit gleichermaßen verbindet.

Es fragte: Marius Koity

 
 

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